Kontorhausviertel mit Holger Artus

Episode 2 | Okt 12, 2021 | von Jonas und Lisa

In unserer zweiten Episode stellen wir euch drei Gebäude im Hamburger Kontorhausviertel vor, in denen ab Dezember 1943 tausende Zwangsarbeiter_innen in Lagern untergebracht waren: den Klostertorhof (heutige Burchardstraße 1), das Vereinsbank-Haus (ehemalige Marschländerstraße 11) und das Heinrich-Bauer-Haus (heutige Burchardstraße 11).

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Mitten in Hamburg waren die italienischen Militärinternierten und anderen Zwangsarbeiter_innen für die Bevölkerung weithin sichtbar, denn das Kontorhausviertel liegt sehr zentral mitten in der Hamburger Altstadt. Über Hamburg hinaus ist das Viertel heute bekannt für seine markante Architektur, die sich durch bis zu zehn Stockwerke hohe Kontorhäuser auszeichnet. Seit 2015 gehört der größte Teil des Kontorhausviertel rund um den Burchardplatz zusammen mit der benachbarten Hamburger Speicherstadt zum UNESCO Weltkulturerbe.

Im Podcast begleitet uns Holger Artus, der sich seit mehreren Jahren im Rahmen der Initiative „Kein Vergessen im Kontorhausviertel“ mit dem Thema NS-Zwangsarbeit beschäftigt und sich für Gedenken vor Ort engagiert. Besonders eingesetzt hat er sich für die Verlegung mehrerer Stolpersteine beziehungsweise einer sogenannten Stolperschwelle am Heinrich-Bauer-Haus, die an die italienischen Militärinternierten erinnert.

Kundgebung am 08.09.2020 zur Erinnerung an die italienischen Militärinternierten im KontorhausviertelKundgebung am 08.09.2020 zur Erinnerung an die italienischen Militärinternierten im Kontorhausviertel
© Initiative Dessauer Ufer

Temporärer Gedenkort bei der Kundgebung am 08.09.2020Temporärer Gedenkort bei der Kundgebung am 08.09.2020
© Initiative Dessauer Ufer

Stolperschwelle am Heinrich-Bauer-Haus (Burchardstr. 11)Stolperschwelle am Heinrich-Bauer-Haus (Burchardstr. 11)
© Holger Artus

Stolperschwelle am Heinrich-Bauer-Haus (Burchardstr. 11)Stolperschwelle am Heinrich-Bauer-Haus (Burchardstr. 11)
© Holger Artus

Holger ArtusHolger Artus
© Holger Artus